Die Festung Hohensalzburg thront auf dem Festungsberg, einem Kalksteinfelsen, der sich 506 Meter über dem Meeresspiegel erhebt — rund 150 Meter über der darunter liegenden Salzburger Altstadt. Erzbischof Gebhard von Helfenstein, ein gregorianischer Reformprälat, begann 1077 mit ihrem Bau und benötigte während des Investiturstreits — jenem großen Machtkampf zwischen Papsttum und dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich IV. — eine wehrhafte Residenz. Nachfolgende Fürsterzbischöfe erweiterten sie über die nächsten fünf Jahrhunderte hinweg; die heute sichtbare Anlage wurde unter Leonhard von Keutschach um 1500 im Wesentlichen vollendet.
Sie ist die größte vollständig erhaltene mittelalterliche Burg Mitteleuropas und wurde in über 900 Jahren niemals gewaltsam erobert — wenngleich sie kampflos übergeben wurde, namentlich 1800 an napoleonische Truppen unter General Moreau. Aufeinanderfolgende Fürsterzbischöfe investierten erheblich in Mauern und Außenanlagen; das einzige Mal, als die Festung tatsächlich belagert wurde — während des Deutschen Bauernkriegs 1525 — scheiterten die Angreifer. Innerhalb der Mauern befinden sich heute die spätgotischen Fürstenzimmer mit ihren originalen Holzdecken und Kachelöfen, das Zaubertheater mit der mechanischen Orgel aus dem 16. Jahrhundert, dem sogenannten Salzburger Stier, das Marionettenmuseum sowie eine funktionstüchtige Standseilbahn — die Festungsbahn, seit 1892 in Betrieb —, die die Festung in etwa einer Minute mit der Altstadt verbindet.
Die Festung ist ganzjährig täglich geöffnet. Eintrittskarten sind ab Kaufdatum sechs Monate gültig, sodass bei der Buchung selbst kein Zeitdruck besteht; der Andrang konzentriert sich auf die Standseilbahn, bei der in der Hochsaison Juli–August zwischen 10:00 und 12:00 Uhr Wartezeiten von 30 Minuten oder mehr entstehen. Eintrittskarten ohne Anstehen umgehen diese Warteschlange und ermöglichen Ihnen die Fahrt mit der nächsten verfügbaren Kabine.